Beratung digitale Bildung (BdB)

Änderung der Richtlinie zum Digitalpakt Schule

Wie mit KMS vom 08.10.2021 bereits an die Schulaufwandsträger übermittelt, werden die Förderrichtliniendigitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen (dBIR)zum Digitalpakt Schule geändert und es tritt damit in Bezug auf die Förderanträge ein Bündel von Vereinfachungen in Kraft:

1. Eröffnung von Teilauszahlungen

Angesichts der zum Teil beachtlichen Maßnahmenumfänge und Finanzierungsbedarfe werden zusätzlich Teilauszahlungen vor Verwendungsnachweis für bereits fällige Ausgaben zugelassen.

2. Zusätzliches Förderbudget für regionale Maßnahmen

Zentrale bzw. cloudbasierte Dienste spielen eine immer größere Rolle und bisher lokale Infrastrukturen werden in größeren Einheiten zusammengeführt. Für Schulaufwandsträger, die diesen zukunftsweisenden Weg beschreiten, werden zusätzliche 40 Mio. € zur Verfügung gestellt, die bis zur Erschöpfung der Mittel zusätzlich in regionale IT-Strukturen investiert werden können.

3. (Weitgehender) Verzicht auf die technischen Mindestkriterien

Sofern die funktionalen Anforderungen gewahrt bleiben, sind die bisherigen Mindestkriterien nicht mehr länger bindend – dies gilt auch rückwirkend für noch laufende Förderverfahren. Im Fall bereits bewilligter Förderung ergeht ein Änderungsbescheid.

4. Verlängerung des Antragszeitraums/Bewilligungszeitraums

Das Zeitfenster für die Anträge wird um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2022 verlängert und der Bewilligungszeitraum um fast ein Jahr bis zum 16. Mai 2024 ausgedehnt.

Zudem können bereits seit August auch Anträge zur Förderung der technischen Systemadministration an den bayerischen Schulen gestellt werden.

Zu sämtlichen Neuerungen wie auch zum Procedere der Antragstellung werden IT- und Förderexperten im Rahmen einer Informations- und Dialogkampagne zum DigitalPakt Schule noch im Herbst 2021 persönlich informiert. Entscheidend für eine zielführende Gestaltung der Förderanträge ist allerdings der intensive Austausch zwischen Schulaufwandsträgern sowie Schulleitungen und den pädagogischen Systembetreuern vor Ort. Es ist deshalb unbedingt angeraten, das Gespräch mit den Ansprechpartnern in den als Schulaufwandsträger zuständigen Kommunen zu suchen und auf eine entsprechende Antragstellung gemäß den Zielen des schuleigenen Medienkonzeptes zu dringen.


Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage, zu Terminen und zum Antragsverfahren finden Sie auf den Seiten des StMUK unter dem Stichwort DigitalPakt Schule.